Hilfe und Zuflucht
für misshandelte Frauen
und ihre Kinder

Frauen
helfen
Frauen
Offenbach

Aktuell 




 

Beratungsstelle von Frauen helfen Frauen e.V. Offenbach bietet nach wie vor persönliche Beratungen und Offene Sprechstunde an

Neben der telefonischen und der e-Mail-Beratung bieten wir auch nach der Verlängerung des Lockdowns am 05.01.2021 weiterhin persönliche Beratungen an.

Diese finden unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen nach telefonischer Terminvereinbarung statt. 

Wir bitten darum, dass auch schon bei Eintritt in das Gebäude eine Mund- und Nasenbedeckung getragen wird. Während der gesamten Beratung muss diese aufbehalten bleiben. 

Sie können auch ohne Terminvereinbarung donnerstags von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr  für eine Kurzberatung in unsere Offene Sprechstunde in unsere Beratungsstelle, Bieberer Str. 17, kommen.

Beratungstermine können telefonisch unter 069 – 816557 oder  069 - 82995710 vereinbart werden.

e-mail:beratung@frauenhaus-offenbach.de

Internet: www.frauen-helfen-frauen-offenbach.de


 


 Informationen zu COVID-19

Die Corona Krise trifft uns alle schwer. Die Menschen sind angehalten zu Hause, zu bleiben. Doch gerade innerhalb der eigenen vier Wände ist das Risiko für Frauen und Kinder Opfer von häuslicher Gewalt zu werden am größten. Die aktuelle Ausnahmesituation, die Reduktion der sozialen Kontakte, finanzielle und existenzielle Sorgen und die Isolation können bei Menschen unterschiedliche Wesenszüge zum Vorschein bringen. Das kann für viele Frauen und Kinder gefährlich, wenn nicht sogar lebensbedrohlich werden.

Das Frauen- und Kinderhaus Offenbach und unsere angeschlossene Fachberatungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt sind auch in dieser Krise für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder da.

Aufnahmen ins Frauen- und Kinderhaus können derzeit nur nach telefonischer Vorabsprache  vereinbart werden.  Dafür rufen Sie bitte die o.a. Nummern an. Für freie Plätze in Hessen gehen Sie bitte auf frauenhaeuser-hessen.de.

Notaufnahmen außerhalb unserer Sprechzeiten (s.o.) ins Frauen- und Kinderhaus sind derzeit wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr leider nicht möglich.

Für von häuslicher Gewalt betroffene Offenbacherinnen besteht die Möglichkeit, über die Polizei anderweitig  untergebracht zu werden.

Zusätzlich möchten wir auf das bundesweite Hilfetelefon aufmerksam machen. Dieses erreichen Sie an 24 Stunden, 7 Tage die Woche kostenfrei unter: 08000 116 016.Desweiteren wurde eine eigene Website geschaltet - unter: https://staerker-als-gewalt.de hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) alle Informationen rund um das Thema Häusliche Gewalt zusammengetragen.

Nicht nur zum jetzigen Zeitpunkt, sondern zu jeder Zeit gilt: Wenn Sie und Ihre Kinder sich in einer akuten Bedrohungssituation befinden, wenden Sie sich bitte immer direkt an die Polizei unter 110.

Unter info@frauenhaus-offenbach.de  können Sie sich ebenfalls jederzeit mit Ihrem Anliegen an uns wenden.

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Wir freuen uns sehr über Geldspenden, da wir wie viele anderen auch davon ausgehen, dass wir die finanziellen Auswirkungen von Covid_19 spüren werden. Ihre Spenden fließen direkt in die Arbeit mit den Frauen und Kindern.

Wir bedanken uns herzlich für die Anfrage von Menschen, die uns ehrenamtlich unterstützen wollen oder uns Sachspenden zukommen lassen wollen. Leider können wir diese Angebote momentan zu ihrem und unserem Schutz vor einer Ansteckung mit Covid_19 nicht annehmen und bitten um Ihr Verständnis.

 

 


Zentrale Informationsstelle

Autonomer Frauenhäuser
• ZIF - Markt 4, 53111 Bonn •

 

Pressemitteilung

Die sog. Istanbul-Konvention (CETS 210) zeigt Schritte und Maßnahmen auf, die Gewalt gegen Frauen wirksam verhüten und bekämpfen könnten!
Was wir jetzt brauchen ist die Bereitschaft diese Schritte zu gehen, auch wenn es etwas kostet!
Sonst bezahlen Frauen, Mädchen und Jungen mit ihrem Leben.

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen möchten wir an alle getöteten Frauen erinnern. 2016 sind in Deutschland 475 Frauen ermordet worden davon 165 von ihrem Ehemann oder (Ex-)Partner. Über die Zahl der in diesem Zusammenhang getöteten Mädchen und Jungen macht die polizeiliche Kriminalstatistik bisher leider keine belastbaren Aussagen.

Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem, dessen Auswirkungen und vor allem dessen Ursachen bis heute nicht in ihrer ganzen Tragweite ernst genommen werden.

Inzwischen gibt es an vielen Orten individuelle Hilfen, auch in Form von sogenannten „Interventionsketten“, die nicht selten die Frauen gängeln und nicht etwa die gewalttätigen Männer.

Eines der größten Empowerment-Hindernisse für Frauen, die von Gewalt betroffen sind ist die Verknüpfung von ALG II oder anderen im SGB geregelten individuellen Leistungsansprüche mit den Ansprüchen von sogenannten „Leistungen“ auf Schutz und Unterstützung.

Diese Form der Finanzierung von Frauenhausaufenthalten individualisiert Gewalt gegen Frauen und wird somit zum Teil des Problems. Gesellschaftliche und systemische Ursachen können weiterhin getrost ignoriert und übergangen werden. Unsere gemeinsame Verpflichtung als Staat und Gesellschaft Gewalt gegen Frauen gar nicht erst in diesem Ausmaß entstehen zu lassen und an den Ursachen von Gewalt zu arbeiten und diese zu ächten gerät dabei zur Nebensache und das Recht auf Schutz und Unterstützung wird zu einem auszuhandelnden individuellen Anspruch gemacht.

Das „private ist politisch“ und dies gilt ebenso umgekehrt, war und ist ein wichtiger Leitsatz der Frauenbewegung. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir in Deutschland endlich die in unserer Gesellschaft verankerten kulturellen, systemischen und strukturellen Bedingungen für Denk- und Handlungsweisen, die Gewalt und insbesondere Gewalt gegen Frauen begünstigen, hervorrufen oder sogar erfordern, erkennen und gemeinsam wirksam dagegen angehen.

Am 1. Februar 2018 tritt das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in Kraft. Mit diesem wichtigen Übereinkommen wird für uns in Deutschland ein Meilenstein im Kampf für die Rechte von Frauen zu geltendem Recht.

Erstmalig sieht das Übereinkommen (CETS-210) umfassende und koordinierte Maßnahmen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen auf allen Gebieten vor:

Datensammlung und systematische Forschung, Prävention, Schutz und Unterstützung gewaltbetroffener Frauen und ihrer Kinder, Materielles Recht, Strafverfolgung und Verfahrensrecht, Migration und Asyl, Internationale Zusammenarbeit sowie die systematische Überwachung der Einhaltung des Übereinkommens durch eine unabhängige internationale Expert*innengruppe (GREVIO).

Deutschland verpflichtet sich damit auch, eine oder mehrere staatliche Koordinierungsstelle(n) zur Umsetzung des Übereinkommens einzurichten und die Arbeit einschlägiger nichtstaatlicher Organisationen und der Zivilgesellschaft, die Gewalt gegen Frauen aktiv bekämpfen, zu fördern, auf allen Ebenen zu unterstützen und mit ihnen wirkungsvoll zusammen zu arbeiten.

„Unserer Auffassung nach muss ein unabhängiger zivilgesellschaftlicher Praxisrat zur Umsetzung der Istanbul-Konvention gegründet werden (ZIPIK). Dies ermöglicht zeitnah auf Anforderungen und Probleme bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention zu reagieren“, so Eva Risse von der ZIF.

Die staatliche Koordinierungsstelle sollte wirkungsvoll mit dem unabhängigen Praxisrat zusammenarbeiten und Entscheidungen nur in Absprache mit diesem treffen.

Die Bundesregierung, bzw. die staatliche Koordinierungsstelle sollte dazu verpflichtet werden, in Absprache mit dem unabhängigen Praxisbeirat dem Deutschen Bundestag jährlich Bericht zu erstatten über die Fortschritte und ggfs. Defizite bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention.

Die Umsetzung der Istanbul-Konvention muss überwacht, evaluiert und wissenschaftlich begleitet werden, um die Wirksamkeit von Maßnahmen überprüfen zu können bedarf es daher einer unabhängigen innerstaatlichen Überwachungs-(Monitoring-) Stelle als auch einer unabhängigen Forschungsstelle zur Datensammlung und Forschung zu Prävalenz, Ursachen, Auswirkungen von Gewalt gegen Frauen und zur Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Die wirksame Beteiligung von zivilgesellschaftlichen Organisationen bzw. des o.g. unabhängigen zivilgesellschaftlichen Praxisrates (ZIPIK) an deren Entwicklung, Einrichtung und den daraus resultierenden weiterführenden Prozessen muss ebenfalls garantiert und finanziert werden.

Stefanie Föhring von der ZIF ist der Meinung: „Die Konvention darf nicht nur auf dem Papier bestehen, dann wäre sie wertlos. Sie muss vollständig in die Praxis umgesetzt werden und genau dort muss sie sich auch bewähren.

Den dringendsten Handlungsbedarf sehen wir, die Autonomen Frauenhäuser, bei folgenden Punkten:

  • Schaffung von genügend Frauenhausplätzen, angelehnt an die Empfehlung der Istanbul-Konvention 1 Familienzimmer (Family Place) auf 10.000 Einwohner*innen (Gesamtbevölkerung)
  • Finanzierung aller Frauenhäuser: pauschal, verlässlich und bedarfsgerecht auf gesetzlicher Grundlage
  • Barrierefreier Zugang zu allen Frauenhäusern
  • Bleiberecht für alle von Gewalt betroffenen Migrantinnen und geflüchteten Frauen (Zurücknahme des Vorbehaltes gegen Artikel 59)
  • Safety First: Vorrang von Sicherheit und Schutz von Müttern und Kindern in Sorgerechts- und Umgangsverfahren

Gewährleistung des Zugangs zu Schutz und bedarfsgerechter Unterstützung für alle von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder: Sicher, schnell, unbürokratisch und bedarfsgerecht!

 


Zuflucht > Wenn Sie in Ihrer Partnerschaft oder Familie seelische oder körperliche Gewalt erleiden oder bedroht werden, können Sie im Frauenhaus Offenbach alleine oder mit Ihren Kindern Schutz und Unterkunft finden. Im Frauenhaus gestalten Sie Ihren Alltag selbst.  Sie versorgen sich und Ihre Kinder und bewohnen mit ihnen ein eigenes Zimmer.      
Mehr zum Frauenhaus >>
   


Beratung > Die Mitarbeiterinnen beraten und unterstützen Sie und Ihre Kinder: 
• wenn Sie über die erlebte Gewalt sprechen möchten und neue  Perspektiven suchen 
• bei persönlichen Problemen und Anliegen
• bei Kontakten zu Ämtern
• wenn Sie Informationen zu rechtlichen und finanziellen Fragen    benötigen
Die Mitarbeiterinnen unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.
Mehr zur Beratungsstelle >>     


 

 

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