Hilfe und Zuflucht
für misshandelte Frauen
und ihre Kinder

Frauen
helfen
Frauen
Offenbach

Aktuell


Neuer Name für unsere Zuflucht:

Das Offenbacher Frauenhaus nennt sich ab sofort "Frauen- und Kinderhaus"

Mit der Umbenennung wollen wir Mitarbeiterinnen von Frauen helfen Frauen e.V. in der Öffentlichkeit sichtbar machen, dass nicht nur Frauen Opfer von häuslicher Gewalt sind, sondern auch Kinder. Wir glauben, dass wir mit der Namensänderung dafür ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit schaffen können. Zudem fühlen sich auch die bei uns lebenden Kinder und Jugendlichen dadurch eher als eigenständige Person wahrgenommen.

Die Arbeit mit den Mädchen und Jungen hat in den vergangenen Jahren gesellschaftlich einen anderen Fokus bekommen. In Offenbach haben wir schon immer im Tandem mit einer Familie gearbeitet: eine Ansprechpartnerin für die Frau, zuständig für deren Themen und Bedarfe - eine weitere Ansprechpartnerin für die Kinder, zuständig für deren Themen und Bedarfe, aber auch Ansprechpartnerin für die Frau in ihrer Rolle als Mutter.

Der Vereinsname "Frauen helfen Frauen e.V." bleibt unverändert.


Artikel: Neuer Name für das Frauenhaus

Erschienen in der Offenbach Post am 11.10.2019 von Anna Kirschner


Leserbrief zum Artikel "Kopftuch sorgt für Zwist" in der Offenbach Post vom 10.09.19

Ausgrenzung in der Arrival City

Spätestens seit dem Urteil des Verfassungsgerichts von 2015 sollte klar sein, dass ein Fall, wie der der Bewerberin um eine Honorarstelle bei der Stadt Offenbach aus dem Jahr 2017, gar nicht vorkommen darf. Matthias Schulze-Böing sagt laut dem Artikel, dass keine religiösen Bekenntnisse während der Dienstzeit abgegeben werden dürfen. Heißt das auch, dass Halsketten mit Kruzifixen oder anderen Symbolen, Weihnachtsgebäck und Adventskalender ab jetzt aus allen Büros verschwinden müssen? Oder geht es nicht vielmehr um die Regulation des weiblichen Körpers, und warum ist es immer und immer wieder das Kopftuch, an dem sich abgearbeitet wird? Hier wird mit zweierlei Maß gemessen: Zum Einen werden nur „nicht-christliche“ Symbole als religiöse Symbole thematisiert und problematisiert – und das in einer Stadt wie Offenbach, die sich als Arrival City deklariert – zum Anderen sind es mal wieder Kleidervorschriften für Frauen.

So werden Frauen Wege in die Selbstbestimmung verwehrt, und ihnen wird abgesprochen, dass sie in ihrer Kleiderwahl selbstbestimmt agieren. Damit werden ihnen Zugänge zum Arbeitsmarkt verschlossen. Eine qualifizierte Bewerberin aufgrund eines Kopftuchs abzulehnen ist nicht nur verfassungswidrig, sondern auch ungeheuerlich. Durch solch eine Praxis schicken Institutionen wie das Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration die arbeitswillige Frau zurück an den Herd und betreiben genau die Ausgrenzung, die sie „anderen Religionen“ vorwerfen. Eine Auseinandersetzung über das Für und Wider des Kopftuchs muss an anderer Stelle und vor allem von und mit Betroffenen geführt werden und nicht als Gegenstand der oben genannten Ausgrenzungspraktik dienen.

Wir von Frauen helfen Frauen Offenbach e.V. verwehren uns gegen jegliche Ausgrenzung von Frauen, insbesondere auch am Arbeitsplatz. Keine und Keiner soll Frauen, wie in der Vergangenheit vorschreiben was sie zu tragen – und was sie nicht zu tragen haben. Auch wenn es schwer fällt, kann Frauen auch nicht „per se“ unterstellt werden, dass sie ihre Kleidung nicht selbst auswählen: weder der Minirock noch das Kopftuch.

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Selbsthilfe-/ Gesprächsgruppe für Frauen  

In der Beratungsstelle Frauen helfen Frauen e.V., Offenbach
Bieberer Str. 17
63065 Offenbach

Tel.: 069- 816557

Zum Thema

Trennung/Trauer/Neubeginn in Paarbeziehungen

Mit Heidi Balthasar
Dipl. Sozialpädagogin, Coach und Mediatorin

und Gloria Schmid
Sozialarbeiterin, Soziologin

am 1. Dienstag im Monat
16.30 – 18.00 Uhr 

Weitere Termine:

  • 08.10.2019
  • 05.11.2019
  • 03.12.2019
  • 07.01.2020
  • 04.02.2020
  • 03.03.2020
  • 07.04.2020
  • 05.05.2020
  • 02.06.2020

Einstieg ist jederzeit möglich, nach telefonischer Anmeldung.
Die Teilnahme ist kostenlos.

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Flyer - Gewalt is krass, Mut ist krasser

Anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25.11. informiert der Verein „Frauen helfen Frauen e.V. Offenbach“ von 12-14 Uhr mit einem InfoStand im RingCenter Offenbach am Main. Zusätzlich wird es, zur gleichen Zeit im RingCenter eine Performance Aktion geben, mit der auf Situation von Frauen, die Gewalt in der Partnerschaft und Familie erfahren haben, aufmerksam gemacht werden soll.

 

Zentrale Informationsstelle
Autonomer Frauenhäuser

• ZIF - Markt 4, 53111 Bonn •

 

Pressemitteilung

Die sog. Istanbul-Konvention (CETS 210) zeigt Schritte und Maßnahmen auf, die Gewalt gegen Frauen wirksam verhüten und bekämpfen könnten!
Was wir jetzt brauchen ist die Bereitschaft diese Schritte zu gehen, auch wenn es etwas kostet!
Sonst bezahlen Frauen, Mädchen und Jungen mit ihrem Leben.

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen möchten wir an alle getöteten Frauen erinnern. 2016 sind in Deutschland 475 Frauen ermordet worden davon 165 von ihrem Ehemann oder (Ex-)Partner. Über die Zahl der in diesem Zusammenhang getöteten Mädchen und Jungen macht die polizeiliche Kriminalstatistik bisher leider keine belastbaren Aussagen.

Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem, dessen Auswirkungen und vor allem dessen Ursachen bis heute nicht in ihrer ganzen Tragweite ernst genommen werden.

Inzwischen gibt es an vielen Orten individuelle Hilfen, auch in Form von sogenannten „Interventionsketten“, die nicht selten die Frauen gängeln und nicht etwa die gewalttätigen Männer.

Eines der größten Empowerment-Hindernisse für Frauen, die von Gewalt betroffen sind ist die Verknüpfung von ALG II oder anderen im SGB geregelten individuellen Leistungsansprüche mit den Ansprüchen von sogenannten „Leistungen“ auf Schutz und Unterstützung.

Diese Form der Finanzierung von Frauenhausaufenthalten individualisiert Gewalt gegen Frauen und wird somit zum Teil des Problems. Gesellschaftliche und systemische Ursachen können weiterhin getrost ignoriert und übergangen werden. Unsere gemeinsame Verpflichtung als Staat und Gesellschaft Gewalt gegen Frauen gar nicht erst in diesem Ausmaß entstehen zu lassen und an den Ursachen von Gewalt zu arbeiten und diese zu ächten gerät dabei zur Nebensache und das Recht auf Schutz und Unterstützung wird zu einem auszuhandelnden individuellen Anspruch gemacht.

Das „private ist politisch“ und dies gilt ebenso umgekehrt, war und ist ein wichtiger Leitsatz der Frauenbewegung. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir in Deutschland endlich die in unserer Gesellschaft verankerten kulturellen, systemischen und strukturellen Bedingungen für Denk- und Handlungsweisen, die Gewalt und insbesondere Gewalt gegen Frauen begünstigen, hervorrufen oder sogar erfordern, erkennen und gemeinsam wirksam dagegen angehen.

Am 1. Februar 2018 tritt das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in Kraft. Mit diesem wichtigen Übereinkommen wird für uns in Deutschland ein Meilenstein im Kampf für die Rechte von Frauen zu geltendem Recht.

Erstmalig sieht das Übereinkommen (CETS-210) umfassende und koordinierte Maßnahmen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen auf allen Gebieten vor:

Datensammlung und systematische Forschung, Prävention, Schutz und Unterstützung gewaltbetroffener Frauen und ihrer Kinder, Materielles Recht, Strafverfolgung und Verfahrensrecht, Migration und Asyl, Internationale Zusammenarbeit sowie die systematische Überwachung der Einhaltung des Übereinkommens durch eine unabhängige internationale Expert*innengruppe (GREVIO).

Deutschland verpflichtet sich damit auch, eine oder mehrere staatliche Koordinierungsstelle(n) zur Umsetzung des Übereinkommens einzurichten und die Arbeit einschlägiger nichtstaatlicher Organisationen und der Zivilgesellschaft, die Gewalt gegen Frauen aktiv bekämpfen, zu fördern, auf allen Ebenen zu unterstützen und mit ihnen wirkungsvoll zusammen zu arbeiten.

„Unserer Auffassung nach muss ein unabhängiger zivilgesellschaftlicher Praxisrat zur Umsetzung der Istanbul-Konvention gegründet werden (ZIPIK). Dies ermöglicht zeitnah auf Anforderungen und Probleme bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention zu reagieren“, so Eva Risse von der ZIF.

Die staatliche Koordinierungsstelle sollte wirkungsvoll mit dem unabhängigen Praxisrat zusammenarbeiten und Entscheidungen nur in Absprache mit diesem treffen.

Die Bundesregierung, bzw. die staatliche Koordinierungsstelle sollte dazu verpflichtet werden, in Absprache mit dem unabhängigen Praxisbeirat dem Deutschen Bundestag jährlich Bericht zu erstatten über die Fortschritte und ggfs. Defizite bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention.

Die Umsetzung der Istanbul-Konvention muss überwacht, evaluiert und wissenschaftlich begleitet werden, um die Wirksamkeit von Maßnahmen überprüfen zu können bedarf es daher einer unabhängigen innerstaatlichen Überwachungs-(Monitoring-) Stelle als auch einer unabhängigen Forschungsstelle zur Datensammlung und Forschung zu Prävalenz, Ursachen, Auswirkungen von Gewalt gegen Frauen und zur Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Die wirksame Beteiligung von zivilgesellschaftlichen Organisationen bzw. des o.g. unabhängigen zivilgesellschaftlichen Praxisrates (ZIPIK) an deren Entwicklung, Einrichtung und den daraus resultierenden weiterführenden Prozessen muss ebenfalls garantiert und finanziert werden.

Stefanie Föhring von der ZIF ist der Meinung: „Die Konvention darf nicht nur auf dem Papier bestehen, dann wäre sie wertlos. Sie muss vollständig in die Praxis umgesetzt werden und genau dort muss sie sich auch bewähren.

Den dringendsten Handlungsbedarf sehen wir, die Autonomen Frauenhäuser, bei folgenden Punkten:

  • Schaffung von genügend Frauenhausplätzen, angelehnt an die Empfehlung der Istanbul-Konvention 1 Familienzimmer (Family Place) auf 10.000 Einwohner*innen (Gesamtbevölkerung)
  • Finanzierung aller Frauenhäuser: pauschal, verlässlich und bedarfsgerecht auf gesetzlicher Grundlage
  • Barrierefreier Zugang zu allen Frauenhäusern
  • Bleiberecht für alle von Gewalt betroffenen Migrantinnen und geflüchteten Frauen (Zurücknahme des Vorbehaltes gegen Artikel 59)
  • Safety First: Vorrang von Sicherheit und Schutz von Müttern und Kindern in Sorgerechts- und Umgangsverfahren

Gewährleistung des Zugangs zu Schutz und bedarfsgerechter Unterstützung für alle von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder: Sicher, schnell, unbürokratisch und bedarfsgerecht!


 

Zeitungsartikel 


NEU !

Seit 1. September bieten wir eine offene Sprechstunde für Kurzberatungen in unserer Beratungsstelle in der Bieberer Str. 17, an.  Wann? Donnerstags, von 10.00 - 12.00 Uhr.

Beratungstermine werden wie bisher unter 069/ 816557 vergeben.

 


Stellplatz gesucht! Unser Kleinbus sucht ein Zuhause!
 
Für unser neues Dienstfahrzeug (Peugeot Boxer) suchen wir ab sofort einen Stellplatz in der Innenstadt von Offenbach. Über ein Angebot würden wir uns sehr freuen!
 
Tel.: 069-82995710
Mail: frof@gmx.de

Zuflucht > Wenn Sie in Ihrer Partnerschaft oder Familie seelische oder körperliche Gewalt erleiden oder bedroht werden, können Sie im Frauenhaus Offenbach alleine oder mit Ihren Kindern Schutz und Unterkunft finden. Im Frauenhaus gestalten Sie Ihren Alltag selbst.  Sie versorgen sich und Ihre Kinder und bewohnen mit ihnen ein eigenes Zimmer.      
Mehr zum Frauenhaus >>
   


Beratung > Die Mitarbeiterinnen beraten und unterstützen Sie und Ihre Kinder: 
• wenn Sie über die erlebte Gewalt sprechen möchten und neue  Perspektiven suchen 
• bei persönlichen Problemen und Anliegen
• bei Kontakten zu Ämtern
• wenn Sie Informationen zu rechtlichen und finanziellen Fragen    benötigen
Die Mitarbeiterinnen unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.
Mehr zur Beratungsstelle >>     


DVD über das Offenbacher Frauenhaus
Zum 15jährigen Jubiläum des Frauenhauses Offenbach haben wir von Katja Ester einen Film über das Frauenhaus erstellen lassen.

Die DVD ist für einen Unkostenbetrag von € 8.- bei uns erhältlich.

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